Man mochte es zunächst gar nicht glauben: Eigentlich sollte intensiv überlegt werden, wo durch zusätzliche Baumpflanzungen Luftqualität und Mikroklima verbessert werden können. Letzteres wird aufgrund der Erderhitzung immer dringlicher. Bäume binden CO2 (Klimaschutz) und sind als Schattenspender auch ein wichtiger Baustein der Klimaanpassung. Aus diesem Grund hatten wir z.B. eine Schattenallee für den Bruckenwasen beantragt, wofür sich erfreulicher Weise eine große Mehrheit im Gemeinderat fand.

Nun will die CDU allerdings im innerstädtischen Bereich sogar den Rückwärtsgang einlegen. Die Plochinger Baumschutz-Satzung, die seit 1993 Bäume mit einem Durchmesser von 80 cm (gemessen 1 m über dem Boden) schützt, soll in der Gemeinderatssitzung am kommenden Dienstag gekippt werden. Laut dieser Satzung dürfen diese Bäume, sofern sie gesund sind und kein Risiko für Personen oder Sachen darstellen, weder gefällt noch verletzt werden. Kommt es dennoch zu Eingriffen, kann die Stadt Ersatzpflanzungen verlangen.

Verkauft wird der Antrag als „Bürokratieabbau“. Wir hoffen SEHR, dass sich die übrigen Fraktionen nicht auf diese klimapolitische Geisterfahrt mitnehmen lassen!