Für Fahrgäste unserer Stadtbuslinie, die stadteinwärts ein Ziel in der oberen Marktstraße (z. B. das Rathaus, die Stadtbücherei oder die Metzgerei) erreichen wollen, bedeutet die aktuelle Haltestelle „Ottilienkapelle“ oberhalb des Hundertwasser-Komplexes einen unnötigen Umweg. Zudem kann die Bushaltestelle an dieser Stelle aufgrund der Kurvenlage nicht barrierefrei ausgebaut werden.

Die SPD-Fraktion schlug deshalb vor, die Haltestelle auf die Höhe der Stadtbücherei zu verlegen und dort zumindest versuchsweise für 3 Monate als sogenanntes „Buskap“ zu gestalten. Bei einem Buskap hat der Bus keine Haltebucht, sondern hält – wie auch bei der Kreissparkasse – kurz auf der Kfz-Spur an. Er muss sich deshalb anschließend auch nicht wieder in den fließenden Verkehr einordnen.

Da an dieser Haltestelle Fahrgäste lediglich aussteigen, würden die Stopps nur rund 10 Sekunden dauern und wären damit deutlich kürzer als eine rote Ampelphase.

CDU, ULP und Bürgerliste wollten es aber nicht einmal auf einen Versuch ankommen lassen. Sie äußerten die Befürchtung, damit einen Anreiz für „Schleichverkehr“ zu schaffen und beauftragten stattdessen die Stadtverwaltung, einen auch finanziell deutlich aufwendigeren Plan für eine separate Haltespur vorzulegen.

In Zeiten knapperer Kassen schon einen Versuch, mit einer finanziell günstigeren Lösung zu verweigern, wirkt ideologisch, passt nicht zum sonst gerne beanspruchten Nimbus fiskalischer Sparsamkeit.