Im Ausschuss für Bauen, Technik und Umwelt erinnerte der Vertreter der EnBW bei seinem Vortrag zur Zukunft des Plochinger Strom- und Gasnetzes noch einmal daran, dass sich das Land Baden-Württemberg darauf festgelegt hat, im Zuge der Dekarbonisierung ab 2040 kein Erdgas mehr in den bestehenden Leitungen zuzulassen.
Die meisten Leitungen seien zwar„H2-ready“, also auch für grünen Wasserstoff geeignet. Der EnBW-Vertreter teilte aber die Einschätzung, dass grüner Wasserstoff, der bisher als „Champagner“ der Energieversorgung gilt, auch in Zukunft für Haushalte unbezahlbar wäre – zumal er dringend für nicht elektrifizierbare Bedarfe (z. B. Hochtemperatur-Prozesse oder die Binnenschifffahrt) benötigt werden wird.
Gleichzeitig zeichnet sich ab, dass von kommunaler Seite wohl nur ein behutsamer Ausbau des bestehenden Fernwärmenetzes sowie ein neues Nahwärmenetz im Umfeld der Plochinger Rathäuser zu erwarten sind.
Für alle anderen Verbraucher:innen verbleiben nach 2040 dann nach unserem Kenntnisstand als Alternativen Wärmepumpen oder (voraussichtlich sehr teure) strombasierte synthetische Brennstoffe – beides idealerweise ergänzt durch Photovoltaik oder Solarthermie.
