Für die OGL ist das Kronenareal das nächste GROSSE Thema der Stadtentwicklung. Das Gebiet direkt gegenüber dem Hunderwasser-Komplex, östlich der Schorndorfer Straße, fleht förmlich darum, entwickelt zu werden.
Aus unserer Sicht sind hier zentrumsnah und ohne zusätzliche Versiegelung Wohnungen und bei Bedarf auch gewerbliche Nutzungen vorstellbar. Darüber hinaus sollte überlegt werden, ob hier nicht zumindest eines der Rathäuser unterkommen könnte, da ja beide schon in die Jahre gekommen sind und aufgrund der Vorgabe, bis 2040 faktisch klimaneutral zu sein, mittelfristig saniert werden müssen.
Mit einem Umzug ins Kronenareal könnte auf eine aufwändige energetische Ertüchtigung bzw. Umstellung bei laufendem Rathaus-Betrieb verzichtet werden. Im Anschluss an den Umzug könnten die Rathäuser ihrerseits saniert und/oder an das Fernwärmenetz bzw. ein neu zu schaffendes Nahwärmenetz angeschlossen werden und stünden dann z.B. als zusätzlicher Wohnraum zur Verfügung.
Noch etwas größer ließe sich das Projekt skalieren, wenn der Lidl-Parkplatz unter die Erde verlegt und ebenfalls überplant werden könnte – oder wenn die Marktbetreiber sogar bereit wären, in den neu entstehenden Komplex umzuziehen.
Ideal wäre, im architektonischen Dialog mit dem Hundertwasser-Komplex, ein weiteres Ausrufezeichen, z.B. ein mehrstöckiges Holz-Pueblo oder ein „vertikaler Wald“.
Die Stadtverwaltung bestätigte die Bedeutung der Entwicklung dieses bisher städteplanerisch vernachlässigten Areals, schlug aber angesichts knapper Planungskapazitäten vor, eine Konzeption auf den Doppelhaushalt 2028/29 zu verschieben.
