Endlich ist klar, welche Trassenführung das Land auf Plochinger Gemarkung bevorzugt: Von Reichenbach kommend verläuft die Vorzugstrasse nach der Filsquerung auf Wernauer Gemarkung unterhalb der B 10. Die Bahnlinie nach Tübingen soll dann ebenso wie der Neckar mit einer Brücke überquert werden.

Direkt auf Platz 2 des Rankings landete allerdings jene Trasse, die alle Fraktionen im Gemeinderat ablehnen: Sie würde den östlichen Teil des Bruckenwasens diagonal durchschneiden, und darüber hinaus mit der Bahnunterführung bei der Fischerhütte ein höchst gefährliches Nadelöhr für Fußgänger:innen und (schnelle!) Radfahrer:innen schaffen.

Es war wie bei einem unnötig spannenden Handballspiel: verdammt knapp, aber wenigstens mit dem richtigen Ergebnis.

Bleibt zu hoffen, dass die Genehmigungsplanung, die der Entwurfsplanung folgen wird, nicht doch noch auf Tatbestände stößt, die zu einem Umschwenken auf die Variante mit der zweitbesten Bewertung durch das Regierungspräsidium führt…

Eine Sache ist allerdings extrem ärgerlich: Wie schon im Vorfeld immer wieder vom Land signalisiert wurde, nehmen alle neun geprüften Varianten ihren Ausgangspunkt an der bereits vergabereifen Radschnellwegbrücke über die Fils. Da CDU, ULP und Bürgerliste die Vergabe in letzter Sekunde blockierten, droht nun eine Verschwendung von Steuermitteln durch mögliche Schadensersatzforderungen des düpierten Bauunternehmers (den wir jetzt vielleicht wieder brauchen), durch die damit verbundene Zeitverzögerung bei der Sanierung des Filsgebiets und durch die bereits begonnene Planung für eine überflüssige Interimsbrücke.