Beim Ziel, die Esslinger Straße westlich der Friedrichstraße zur Fahrradstraße umzugestalten, sind sich alle Fraktionen einig. Darüber, wie dieses Ziel erreicht werden soll, gibt es allerdings Dissens. CDU und SPD wollen es dadurch erreichen, dass sie den gesamten Ost-West-Verkehr in die Eisenbahnstraße verlegen. Das würde neben einem aufwendigen neuen Kreisel an der westlichen Orstein- bzw. Ausfahrt einen zweispurigen Ausbau des westlichen Teilstücks der Eisenbahnstraße erforderlich machen.
Wir hatten vorgeschlagen, angesichts knapper Kassen die MOVE-Planung zu überdenken und den Raum für die Fahrradstraße dadurch zu gewinnen, dass der motorisierte Verkehr zukünftig auf der Esslinger Straße nur noch in einer Richtung fahren darf. In der Gegenrichtung würden Kfz über die Eisenbahnstraße gelenkt. Um längere Umwege zu vermeiden, könnte die Franz-Öchsle Straße hinter Holzland Metzger für Zweirichtungs-Verkehr geöffnet werden.
Das wäre erstens deutlich billiger als die Verlagerung des gesamten Ost-West-Verkehrs. Zweitens würde es den Fortbestand der für das Mikroklima wertvollen Halballee an der Esslinger Straße ermöglichen. Und drittens würde man mit unserem Vorschlag weiterhin ohne Ampel an der Einmündung der Karlstraße in die Eisenbahnstraße auskommen.
Obwohl sich inzwischen sogar abzeichnet, dass eine neue Außenstelle für die Feuerwehr errichtet werden müsste, wenn die Zunahme des Verkehrs in der Eisenbahnstraße in Kombination mit einer zusätzlichen Ampel die Anfahrtszeiten für die oberen Stadtviertel verlängert, wurde unser Prüfauftrag abgelehnt.
