Die Sitzungspause des Gemeinderats geht zu Ende und es stehen einige wichtige Entscheidungen an. Unter anderem muss der Teilnahmewettbewerb für die zukünftige Gestaltung des Bahnhofsbereichs aufs rechte Gleis gesetzt werden.
Hier verfolgt die Stadtverwaltung – mit Rückendeckung der Fraktionen von CDU und SPD – leider nach wie vor sich diametral widersprechende Ziele: Einerseits soll die Verknüpfung der Verkehrsträger des Umweltverbundes (Fußwege, Radwege, ÖPNV) ebenso verbessert werden wie die Sicherheit des Fußwegs zum Unteren Schulzentrum und die Aufenthaltsqualität. Das sind lobenswerte Ziele.
Gleichzeitig soll aber die südöstliche Eisenbahnstraße zwischen Bahnhof und Kino-Kreisel zweispurig ausgebaut werden, um die Anwohner:innen der Esslinger Straße zu entlasten. Dadurch würde sich allerdings die Verkehrsbelastung im Bahnhofsbereich von bisher 7.500 auf zukünftig 15.300 Kfz/24h mehr als verdoppeln.
Die OGL hat immer wieder auf diesen eklatanten Widerspruch hingewiesen und kann der Auslobung des Wettbewerbs nur zustimmen, wenn die sinnvolle und richtige Umgestaltung des Bahnhofsbereichs zum „multimodalen Verkehrsknoten“ zumindest alternativ auch unter der Vorgabe einer Beibehaltung der bisherigen Einspurigkeit geplant werden darf.
Dies ist auch deshalb wichtig, weil auf Höhe des Gebäudes mit der Hausnummer 39 nicht genügend Breite für Radweg, Fußweg, Bäume und zwei Kfz-Fahrstreifen zur Verfügung steht, und weil die Anwohner:innen dieses Abschnitts der Eisenbahnstraße durch den Zugverkehr ohnehin schon mit einer sehr hohen Lärmbelastung leben müssen.
