Im April wurden dem Gemeinderat zwei Konzepte zur zukünftigen Gestaltung der Innenstadt vorgelegt. Eines stammt von den Landschaftsarchitekten Eurich und Gula aus Wendlingen, ein anderes von der Plochinger Künstlerin Verena Könekamp.
Das Wendlinger Büro wurde beauftragt, sich Gedanken über die zukünftige Gestaltung der gesamten Fußgängerzone zu machen, während Frau Könekamp nur gebeten wurde, Ideen für eine Aufwertung des Bachlaufs und der unteren Fußgängerzone zu entwickeln.
Eurich und Gula setzen im Wesentlichen auf größere Bauminseln mit zusätzlichen Sitzgelegenheiten, einen einheitlichen, ruhigen Belag ohne Kopfsteinpflaster und bodengleiche Sprudelfontänen im Bereich des Fischbrunnenplatzes. Der Bachlauf wird von Eurich und Gula als „störend“ bezeichnet und deshalb eingeebnet.
Verena Könekamp möchte den Bachlauf mit einem leuchtkräftigen Blau auffrischen, mit einzelnen eingefärbten und lackierten Pflastersteinen Farbschemata der Hundertwasser-Fassade aufgreifen, und durch spiralförmige Linien auf dem Boden die Fäden der ehemaligen Otto-Spinnerei in Erinnerung rufen. Ein Mühlstein aus der ehemaligen Dettinger-Fabrik würde zum Quellstein.
Beide Konzepte sind interessant und ließen sich unseres Erachtens auch durchaus kombinieren. Wir fänden es allerdings gerade aus Sicht von Kindern sehr schade, wenn der Bachlauf tatsächlich eingeebnet würde.
Eine nicht nachvollziehbare Ungleichbehandlung in der Sitzung ergab sich dadurch, dass Eurich und Gula die Präsentation ihrer Studie während der Sitzung ermöglicht wurde, während das Konzept von Verena Könekamp nur in „indirekter Rede“ durch das Verbandsbauamt präsentiert wurde.
